Solothurner Turnverband
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Zusammenkunft des Vorstandes, der Ehrenmitglieder, der Fähnriche und Fahnenpaten, mit Partnerinnen und Partnern vom Freitag, 19. August 2022

von Monika Brugger
20. August 2022

Modernstes Bienenhaus Europas beim Bildungszentrum Wallierhof in Riedholz.

Ursula Hälg und Elisabeth Knörr durften 35 Ehren-, Vorstandsmitglieder, Fähnriche und die Fahnenpatin beim Wallierhof, vor dem modernsten Bienenhaus Europas, begrüssen.

Marcel Strub, Leiter Fachstelle Bienen, nahm uns in das erst vierjährige Luxusbienenhaus mit. Er erzählte uns, dass vor jedem Bienenhaus eine Flugwache stehe, wer nicht in den Stock gehöre werde vertrieben oder abgestochen. Es komme jedoch vor, wenn die Bienen noch schlafen, dass ein fremder Bienenschwarm in den Stock eindringe und innert kurzer Zeit den ganzen Honig klaue. Das können gut und gerne bis zu 20 kg sein. Wer sich wehre, werde ebenfalls getötet. Für den Bienenschwarm sei es dann schwierig zu überleben. Marcel Strub versuche jeweils den Kasten zwei bis drei Kilometer entfernt aufzustellen, in der Hoffnung, dass sie dort wieder zu Kräften kämen. Was jedoch nur bei ca. 50% gelinge.

Er erwähnte den Gelée Royal (der besondere Futtersaft der Bienenkönigin), die aufwändige Herstellung (3 Tage Arbeit für 20g) und die Wirkung. Dieser habe auch bei Long Covid einen positiven Einfluss. Überrascht waren wir, als der Leiter der Fachstelle einen Bienenkasten öffnete. Er trug keine Schutzkleidung, lediglich Handschuhe und zündete eine Rauchkerze an. Er erklärte uns, dass die Bienen niemanden stechen würden. Er erwähnte, dass es Aussendienst- und Innendienstmitarbeiter gebe, welche den gesammelten Nektar umpumpen würden, durch Weitergabe von flüssiger Nahrung von Mund zu Mund (Trophallaxis). Er erwähnt, dass der Bienenstock zur Abwehr von Bakterien und Pilzen mit Propolis abgedichtet wird. Die Bienen sammeln die Substanz von den Knospen und der Rinde der Laubbäume und reichern sie mit Wachs, Pollenanteilen und Speichelsekreten an. Die Brut benötigt eine konstante Temperatur von 35°C. Eine Königin legt ca. 2000 Eier pro Tag und lebt ungefähr 4 Jahre (Honigbienen nur etwa 35 Tage).

Warum Honig aus der Region verwenden? Der Bienenhonig aus der Region beinhaltet unterschiedliche Zuckerarten. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam an. Es handelt sich bei regionalem Honig (max. 8 – 10 km) um ein gesundes Süssungsmittel aus regionalen Pollen, schützt bei Allergien und hilft zur Desensibilisierung.
Noch selten haben wir eine so interessante Führung erlebt. Wir hätten noch lange zuhören können. Abschliessend durfte Wald und Erikahonig probiert werden, bevor es zu Apéro im Hauptgebäude des Wallierhofs ging.

Anschliessend traf sich die Gruppe in Oberdorf bei der Weissensteinbahn. Mit den Gondeln ging es hoch zum Weissenstein, wo uns im Restaurant Sennhaus ein feines Essen erwartete. Leider liess uns das Wetter die Aussicht nicht geniessen, dafür fand sich mehr Zeit bei guten Gesprächen Erinnerungen auszutauschen.

Den beiden Organisatorinnen Ursula Hälg und Elisabeth Knörr gebührt ein herzlicher Dank. Wir freuen uns bereits auf den nächsten Ausflug vom 18. August 2023.

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