27.04.2026 von Ueli Dysli
246 ehemalige oder noch aktive Turnerinnen und Turner besuchten in Laupersdorf die 105. Landsgemeinde der Vereinigung alt Turner und Turnerinnen (aTuTi). In gewohnt prägnanter und ruhiger Art führte Präsidentin Ines Gerber (Lommiswil) durch die statutarischen Geschäfte, tatkräftig unterstützt durch ihren aktiven, 13-köpfigen Vorstand.
Fotos: Ueli Dysli
Unter den anwesenden Ehrengästen aus Sport, Politik und Behörde konnte Ines Gerber speziell Kantonsratspräsidentin Myriam Frey Schär, Regierungsrat Mathias Stricker, Einwohnergemeindepräsident Daniel Fluri, Kantonsrat Georg Lindemann und den Präsidenten des Solothurner Turnverbandes, Christian Sutter, begrüssen.
In der frühlingshaft dekorierten Mehrzweckhalle sorgte der Jugendchor Laupersdorf, unter der Leitung von Michele Ackermann, mit seinen Darbietungen gleich zu Beginn für eine tolle Atmosphäre. Mustergültig und mit grossem Engagement hatte der Damenturnverein Laupersdorf unter der Leitung von Renate Wälchli den Anlass vorbereitet.
3000 Mitglieder in greifbarer Nähe
In ihrem Jahresbericht kam Präsidentin Ines Gerber auf die Freiwilligenarbeit zu sprechen, welche gerade im «Internationalen Jahr der Freiwilligen» eine besondere Bedeutung erhält. Freiwilligenarbeit schliesst freiwilliges sowie ehrenamtliches Engagement ein und bringe der Gesellschaft und jedem Einzelnen enorm viel, unterstrich Ines Gerber. «Feiern wir uns an der Landsgemeinde selber ein bisschen. Stolz auf uns dürfen wir allemal sein, setzen wir uns doch seit Jahrzehnten für die Gesellschaft ein.» 2926 Mitglieder zählt die aTuTi-Vereinigung heute -davon sind 37 % Frauen. Damit konnte auch diesmal ein Mitgliederzuwachs registriert werden. Das Ziel, das 3000-ste Mitglied aufzunehmen, ist in greifbare Nähe gerückt.
Lob und Dank für die Werte, für die sich aTuTi einsetzt
Gemeindepräsident Daniel Fluri vom Tagungsort Laupersdorf hiess die aTuTi-Schar im Namen der ganzen Dorfbevölkerung willkommen und hob speziell die Kreativität der Vereine in seiner aktiven Gemeinde hervor. Kantonsratspräsidentin Myriam Frey Schär überbrachte die Grüsse aus dem Kantonsparlament. Die Oltnerin lobte die Werte, für die sich aTuTi einsetzt, insbesondere die Kameradschaftspflege, dies auch über die Zeit des Akiv-Turnens hinaus. Regierungsrat Mathias Stricker freute sich, dass er nach 2025 zum zweiten Mal an einer Landsgemeinde der aTuTi teilnehmen durfte. Er kam auf das kürzlich erarbeitete Sportleitbild des Kantons zu sprechen und hob dabei den gesellschaftlichen Nutzen des Sports hervor, wo explizit das Turnen eine vorbildliche Funktion ausübe.
96 Turnerinnen und Turner sind über 80 Jahre alt
Zu den Höhepunkten jeder Landsgemeinde zählt die Ehrung der über 80-Jährigen. Präsidentin Ines Gerber freute es, dass 96 Turnerinnen und Turner mit diesem hohen Alter den Weg nach Laupersdorf fanden. Speziell geehrt wurden die ältesten Anwesenden, nämlich Amalie Wyss, TV Bettlach (Jahrgang 1932), Doris Pfaff, TV Dulliken (1935), Karl Zysset, TV Lüterkofen (1929) und Otto Sterchi, TV Lüterkofen, (1929).
Wechsel im Vorstand – alle Funktionen besetzt
Die 105. Landsgemeinde der aTuTi stand im Zeichen bedeutender Wechsel im Vorstand. Monika Brugger, Vizepräsidentin und Medienverantwortliche und Peter Meister, Vizepräsident und Regionalleiter Thal Gäu, hatten ihre Demission eingereicht. Monika Brugger kann auf 16 Jahre, Peter Meister gar auf 25 Jahre erfolgreiche Vorstandstätigkeit zurückblicken. In Anerkennung ihrer grossen Verdienste und ihres herausragenden Engagements wurde den beiden unter frenetischem Applaus die Ehrenmitgliedschaft verliehen. An ihre Stellen wählte die Versammlung Hansjörg Baumann (Derendingen/Medienverantwortlicher) und Miriam Leist (Matzendorf/Regionalleiterin Thal Gäu) in den Vorstand. Das Vizepräsidium der aTuTi führen künftig Markus Meier (Büren) und Daniel Bieber (Stüsslingen).
Die Landsgemeinde in Laupersdorf wird nicht der einzige Event der aTuTi in diesem Jahr bleiben. Am Samstag, 5. September trifft sich die Turnerschar im Schwarzbubenland beim zweiten Sternmarsch zum «aTuTi-Bänkli» in Büren. Ausgangsorte für die Marschtüchtigen sind Büren, Seewen, Hochwald und St. Pantaleon.
Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Sandra Hänggi (Co-Präsidentin des Kantonalturnfests 2029) machte die aTuTi-Schar bereits auf das nächste Kantonale aufmerksam, das zum ersten Mal auf der anderen Seite des Passwangs, nämlich in Breitenbach, stattfinden wird.
Schliesslich bestimmte die Versammlung bereits den Austragungsort der nächsten Landsgemeinde. Diese findet am 17. April 2027 in Büren SO statt.