10.05.2025 von David Meister
«Jetzt no chli meh id Höchi»: Am Jugitag Thal-Gäu werden die Kinder und Jugendlichen von allen Seiten motiviert.
Bericht AZ Medien (Lavinia Scioli)vom 12.05.2025Am Wochenende fand der Jugitag des Regionalturnverbands Thal-Gäu rund um die Schule in Welschenrohr statt. Wir waren zu Besuch am Samstagmorgen bei den drei Leichtathletik-Disziplinen.«Ha Sitestächer», sagt ein Junge. Er rennt gemeinsam mit seinem Team am Samstagmorgen einmal um das Schulhaus in Welschenrohr. Aufwärmen ist also angesagt. Und zwar für den diesjährigen Jugitag des Regionalturnverbands Thal-Gäu. Genauer gesagt sind es gleich zwei Tage voller Wettkämpfe im hinteren Thal. Gestartet wird am Samstagmorgen um 9 Uhr mit dem Leichtathletik-Wettkampf: 60 Meter Sprint, Weitsprung und 200 Gramm Ballwurf stehen für 440 Kinder auf dem Programm.Vor dem grossen Spielfeld, bei dem die Disziplinen Sprint und Ballwurf ausgetragen werden, reihen sich die Rucksäcke und Tücher der Kinder und Jugendlichen auf. Es ist fast schon ein Meer einer kunterbunten Farbvielfalt. Ein paar Kinder suchen sich ein schattiges Plätzchen und warten, bis ihr Jugi-Team an der Reihe ist. Die Sonne scheint. Am Himmel ist weit und breit keine Wolke in Sicht.Im Hintergrund ertönt Musik. Es ist eine Gruppe junger Mädchen, die über ein Smartphone Musik abspielen lässt. Sie wärmen sich dazu auf. Die Stimmung ist ausgelassen. «Hopp, hopp, hopp», werden die Teilnehmenden von allen Seiten motiviert. Unterdessen machen es sich bereits einige Eltern und Grosseltern der Kinder auf den Bänken der Festwirtschaft gemütlich. Kaffees werden getrunken – die ersten Bratwürste genüsslich verzehrt.Die ersten Teams treten bei der Disziplin Weitsprung an. Zuerst dürfen alle einen Probesprung machen. Eine Trainerin motiviert die Jungmannschaft. «Guet gsi», «super», «jetzt no chli meh id Höchi», fasst sie die ersten Sprünge zusammen.Nur ein paar Meter weiter rufen zwei Mädchen synchron «eins, zwei, drei». In der Hand halten sie ein kleines Plüschtier und einen grossen Teddybär. Der grosse Bär ist ihr Jugi-Maskottchen. Bei drei schiessen sie beide Plüschtiere hoch. Sie lachen und beginnen wieder von vorne zu zählen.Auf dem grossen Rasenfeld treten bereits die ersten Teams für die Kategorie Sprint an. Unweit entfernt werden die 200-Gramm-Bälle geworfen. Immer wieder wird untereinander gelacht und sich gegenseitig angespornt. Ein Trainer motiviert sein Team. Das letzte Kind müsse zehn Liegestütze machen, scherzt er.Am Samstagnachmittag werden die Disziplinen Pendel- und Schwedenstafette ausgetragen. Danach erfolgt die Rangverkündigung. Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen verschiedener Spiele. Um die 1000 Kinder würden an beiden Tagen teilnehmen, sagt Philipp Schmid, Jugendverantwortlicher des Anlasses. Der Aufwand für die Organisation des zweitägigen Jugitags sei gross. Insbesondere die Einteilung der verschiedenen Teams.Doch das neunköpfige Vorstandsteam des Turnverbands sei ein eingespieltes Team. «Es ist ein Miteinander, das sehr gut funktioniert», betont Schmid. Sein Ziel ist ganz klar: Der Jugitag soll ein «Breitensportanlass» sein. «Ich habe Freude, die Kinder zu sehen, wie sie mit Eifer und Freude am Wettkampf sind», sagt Schmid sichtlich glücklich. Und der Eifer und die Freude sind in den Gesichtern der Kinder und Jugendlichen kaum zu übersehen.